Alle vier ab dem Ort

Wandern in Rehefeld – vier Touren ab der Haustür

Vier markierte Touren beginnen im Ort: 4 km zum Hemmschuh, 5,5 km als Rundweg, 5,5 km auf den Kahleberg – mit 904 Metern der höchste Berg des Osterzgebirges – und der 12,5 km lange Grenzenlose Rundwanderweg nach Moldava mit 16 zweisprachigen Infotafeln.

Die Vorzeigetour

Grenzenloser Rundwanderweg Rehefeld/Moldava

Holzbrücke am Wanderweg im Osterzgebirge
Länge12,5 km ab Parkplatz Grenzübergang Neu-Rehefeld
Gehzeitca. 3:15 Stunden
Höhenmeter202 m im Auf- und Abstieg
Höchster / tiefster Punkt799 m / 663 m
SchwierigkeitT1, mittel
Beste Zeitganzjährig ausgewiesen – im Winter siehe Hinweis unten

Der Weg quert die deutsch-tschechische Grenze zweimal: einmal am Übergang Neu-Rehefeld und weiter unten über das Brückchen im Tal der Wilden Weißeritz. Beginnen lässt er sich an jeder Stelle – auch am Bahnhof Moldava, der direkt am Weg liegt.

Unterwegs liegen die Kapelle der Prinzessin Carola, der Skihang mit der Rodelbahn, das Vereinshaus, eine ehemalige Mühle mit Sägewerk an der Wilden Weißeritz, der Aussichtspunkt „Krásná vyhlídka", ein alter Kalksteinbruch, der Stolln Pramenáč und historische Grenzsteine der königlich-sächsischen Wälder. Dazu kommen Relikte der Bahnstrecke Freiberg–Moldava, die bis 1945 in Betrieb war.

Die 16 zweisprachigen Tafeln erzählen von Kalkbergbau, Glasherstellung und dem Jagdschloss der Wettiner. Entstanden ist der Weg auf Initiative des Fördervereins Pro Rehefeld e. V., finanziert über Crowdfunding – 10.611 Euro von 88 Unterstützern – und im Juni 2022 eröffnet. Markiert ist er zunächst gelb, dann ein Stück über den Europäischen Fernwanderweg E3, anschließend grün. GPS-Daten gibt es über die Tourist-Information Altenberg, ein zweisprachiger Flyer liegt im Infozentrum Moldava aus.

Ehrlicher Winterhinweis

Offiziell ist der Weg ganzjährig ausgewiesen. Bei Schneelage sind die unmarkierten Waldabschnitte aber kaum passierbar. Im Winter sind die gespurten Loipen und die geräumten Wege die bessere Wahl – die Runde läuft Ihnen nicht weg.

Kurz und direkt

Drei Touren, die im Ort beginnen

Hemmschuh · 4 km

Rund 1,25 Stunden. Von der Talstation der Sesselbahn zum Grenzübergang Neurehefeld, weiter zur Bergstation und an der Naturrodelbahn entlang zurück. Führt nahe der Weißeritzquelle vorbei, mit Blick auf Kahleberg und Lugsteine.

Die kürzeste Runde – gut mit Kindern.

Rundweg Hemmschuh-Gebiet · 5,5 km

Rund 2,5 Stunden. Talstation, Neurehefeld, Wanderheim und Sporthotel Neuhermsdorf und zurück nach Rehefeld. Unterwegs lässt sich einkehren, was die Runde auch bei wechselhaftem Wetter planbar macht.

Mit Einkehr unterwegs.

Kahleberg · 5,5 km je Richtung

Rund 1,5 Stunden je Richtung. Ab dem Parkplatz am Ortsausgang über den Teichweg, vorbei am Schwarzen Teich. Oben 904 Meter, der höchste Berg des Osterzgebirges, mit der Kahlebergbaude. Bei guter Sicht reicht der Blick bis Dresden. Rückweg wahlweise über Zinnwald-Georgenfeld oder den Heuweg.

Die Aussichtstour.

Alle drei sind im Winter als Skiwanderwege nutzbar. Durch den Ort führt außerdem der Bergwanderweg Eisenach–Budapest – wer eine Fernwanderung plant, kommt hier ohnehin vorbei.

Über die Grenze

Zu Fuß nach Tschechien

Der Grenzübergang Neurehefeld–Moldava liegt am Wanderweg Hemmschuh und ist für Fußgänger, Radfahrer und Autos offen. Ein zweiter Übergang zwischen Moldava und dem Teichhaus bei Holzhau ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten.

Moldava beginnt wenige Hundert Meter hinter dem Übergang und hat mehrere Gaststätten. Das ist die nächstgelegene Einkehr überhaupt – näher als alles auf deutscher Seite. Für eine Mittagspause auf der Runde lohnt sich der Grenzübertritt also auch dann, wenn man gar nicht weiter nach Tschechien wollte.

Beide liegen im Schengenraum, eine Kontrolle ist die Ausnahme. Die Tourist-Information empfiehlt trotzdem, den Personalausweis mitzunehmen.

Schutzhütte mit Wegweiser an der Wanderroute
Häufige Fragen

Was Wanderer vorher wissen wollen

Der Weg zum Hemmschuh mit vier Kilometern und rund 1,25 Stunden ist die kürzeste Tour und führt am Grenzübergang vorbei – für Kinder oft der Höhepunkt. Der Grenzenlose Rundwanderweg lässt sich dank der 16 Infotafeln gut in Etappen gehen und an jeder Stelle abbrechen.

12,5 Kilometer ab dem Parkplatz am Grenzübergang Neu-Rehefeld, rund 3 Stunden 15 Minuten Gehzeit bei 202 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Der Weg quert die deutsch-tschechische Grenze zweimal und ist mit 16 zweisprachigen Infotafeln ausgestattet.

904 Meter – damit ist er der höchste Berg des Osterzgebirges. Ab Rehefeld sind es rund 5,5 Kilometer und etwa anderthalb Stunden je Richtung. Oben gibt es die Kahlebergbaude, bei guter Sicht reicht der Blick bis Dresden.

Ja, wenn auch nicht in Rehefeld-Zaunhaus selbst: Im Ort gibt es derzeit kein geöffnetes Gasthaus. Die nächste Einkehr liegt jenseits der Grenze – wenige Hundert Meter hinter dem Übergang Neurehefeld beginnt Moldava mit mehreren Gaststätten. Dazu kommen auf dem Rundweg im Hemmschuh-Gebiet das Wanderheim in Neuhermsdorf und auf dem Kahleberg die Kahlebergbaude. Wer lieber selbst kocht: Beide Wohnungen haben eine voll ausgestattete Küche.

Die drei kurzen Touren sind im Winter als Skiwanderwege ausgewiesen und werden entsprechend genutzt. Beim Grenzenlosen Rundwanderweg sind die unmarkierten Waldabschnitte bei Schnee dagegen kaum passierbar – dann sind Loipen und geräumte Wege die bessere Wahl.

Nein. Alle vier Touren beginnen im Ort Rehefeld-Zaunhaus und damit fußläufig von der Unterkunft. Für den Grenzenlosen Rundwanderweg gibt es zusätzlich einen Parkplatz am Grenzübergang Neu-Rehefeld.

Der Ort

Warum Rehefeld nicht vom Bergbau lebt, und was die Kapelle mit dem Skihang zu tun hat.

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